assetklassen

Assetklassen sind Anlageklassen. Assetklassen sind die verschiedenen Gebiete, in die der Anlagemarkt eingeteilt werden kann. Somit gibt es auch Assetklassen-Fonds. Das sind Investmentfonds, die sich strikt innerhalb einer Assetklasse bewegen, wie zum Beispiel die meisten Indexfonds.

Überblick über die unterschiedlichen Assetklassen

Assetklassen bezeichnen die verschiedenen Arten von Investitionsmöglichkeiten, die ein Anleger nutzen kann, um sein Geld gewinnbringend anzulegen. Diese Möglichkeiten können in verschiedene Gruppen eingeteilt werden - je nach ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden. In der Börsen- und Finanzwelt werden die folgenden Assetklassen unterschieden:

  • Aktien
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Renten.

Gelegentlich werden auch Hedgefonds, Private Equity und Derivate als eigenständige Anlageklasse gewertet (keine allgemeine Anerkennung).

Besonderheiten der Assetklasse: Aktien

Die Assetklasse Aktien ist besonders verbreitet und die wichtigste Anlageklasse von allen. Durch eine Aktie besitzt der Inhaber einen kleinen Teil eines Unternehmens beziehungsweise einen Teil des Wertes, den dieses Unternehmen besitzt. Ein börsengehandeltes Unternehmen verschafft sich durch die Aufteilung in Aktien und deren Verkauf Kapital zum Ausbau oder zur Sicherung seines Geschäftsfeldes. Die Inhaber einer Aktie werden also auch zu einem bestimmten Teil an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt, aber auch an den Verlusten.

Merkmale der Assetklasse: Immobilien

Eine Anlagemöglichkeit bietet die Assetklasse Immobilien. Dabei können zwei Investitionsmöglichkeiten unterschieden werden:

Direkte Investitionsmöglichkeiten Indirekte Investitionsmöglichkeiten
Erwerb durch direkten Kauf (Immobilienanlagen)offene Immobilienfonds
geschlossene Immobilienfonds
REITs (Real Estate Investment Trusts)
Immobilien-AGs

Immobilien als Assetklasse bieten einige Vorteile, unter anderem:

  • sehr gute Renditen in Ballungszentren (steigender Wohnbedarf)
  • steuerfreie Verkaufserlöse nach 10 Jahren
  • Immobilien-Investments unterliegen keiner Abgeltungssteuer.

Es gibt auch einige Nachteile der Anlageklasse Immobilien, zum Beispiel:

  • Immobilien rentieren sich nur auf lange Sicht
  • Steuervorteile entfallen bei frühzeitiger Veräußerung.

Eigenschaften der Assetklasse: Rohstoffe

Die altbewährten Rohstoffe bilden eine eigene Assetklasse, die schon lange etabliert ist.

  • Viele Anleger nutzen die Sicherheit dieser Anlageklasse. In schwierigen oder unvorhersehbaren Zeiten schwören die Anleger auf klassische Wertpapiere - egal, ob Silber, Gold, Zink oder Rohöl.

Die Assetklasse Rohstoffe ist die einzige, die sich gut entwickelt, wenn die Inflation steigt.

Kennzeichen der Assetklasse: Renten

Unter Renten werden im Allgemeinen an der Börse folgende Anlagen zusammengefasst:

  • verschiedene verzinsliche Wertpapiere
  • Teilschuldverschreibungen.

Der jeweilige Emittent erhält im Austausch gegen die Schuldverschreibungen befristetes Kapital von den Anlegern. Auf dem sekundären Markt werden diese Schuldverschreibungen dann von den Anlegern weiterverkauft. Somit kommt es zum Besitzerwechsel.


Quellen

Sternheimer, Manuel: Rohstoffe als strategische Assetklasse
Aulbach, Marco: Anlageformen der Assetklasse "Immobilien". Geschlossene vs. offene Immobilienfonds
Vielhaber, Ralf: Anlagechancen 2008: Die besten Investments weltweit
Pinner, Wolfgang: Nachhaltiges Investieren: Konkrete Themen und ihre Bewertung
Grotewohlt, Nils: Volatilität: Grundlagen, Herleitung und Investitionsmöglichkeiten in eine neue Assetklasse