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Eigenes Geld erfolgreich an den weltweiten Börsen zu investieren, verlangt viel Erfahrung und auch eine Portion Mut. Am Beginn steht stets die Überlegung des Investors, welche Anlageform er wählen soll. Sind einzelne Aktien sinnvoll oder doch lieber ein ETF? Soll man Rentenpapiere, Anleihen oder Zertifikate kaufen? Viele nutzen Investmentfonds, um ihr Geld zu investieren. Eine Sonderform ist der so genannte Cash Fonds.

Was ist ein Cash Fonds?

Unter einem Cash Fonds verstehen Finanzexperten eine Variante der so genannten reinen Geldmarktfonds bzw. geldmarktnahen Investmentfonds. Diese Fonds investieren ihr Kapital vor allem in fest verzinsliche Wertpapiere, Festgelder, Bankguthaben und terminierte Gelder (kurz- oder mittelfristige Anlagen bei Kreditanstalten). Alle Investitionen müssen dabei über eine hohe Bonitätssicherheit verfügen. Ein Cash Fonds investiert mindestens 75 Prozent seines Anlagekapitals in Bankguthaben. Cash Fonds gelten als relativ sicher und zeichnen sich durch ein geringes Verlustrisiko aus. Sie sind eine von vier Formen von Geldmarktfonds, die unter anderen mit den folgenden Produkten handeln:

  • Einlagenzertifikate (Certificates of Deposit, CDs)
  • Anleihen
  • Schuldtitel von Banken Unternehmen (Commercial Papers, CPs)
  • Anteile anderer Geldmarktfonds

Welche Vorteile bieten Cash Fonds?

Als Vorteil von solchen Fonds kann gewertet werden, dass es keinerlei Wertschwankungen gibt, die sonst aufgrund von konjunkturbedingten Schwankungen auftreten können. Ebenfalls von Vorteil ist die Tatsache, dass die Zinserträge im Vergleich zu anderen Anlageformen hoch ausfallen. Dies macht Cash Fonds besonders lohnenswert. Außerdem kann der Investor zu jedem Zeitpunkt über sein Guthaben verfügen.

  • Unter kurzfristiger Verfügbarkeit verstehen Experten die Möglichkeit der börsentäglichen Rückerstattung des Guthabens.

Ein weiterer Pluspunkt sind die niedrigen Gebühren für die Verwaltung des Fonds. Zudem wird kein Ausgabeaufschlag erhoben. Beides würde die Rendite mindern.

Welche Risiken bestehen bei Investitionen in Cash Fonds?

Das Hauptrisiko besteht bei diesen Fonds darin, eine Investition in ausländische Währungen zu tätigen, wenn man keine umfassenden Kenntnisse des jeweiligen Marktes besitzt. Außerdem besteht bei Cash Fonds immer ein Zinsänderungsrisiko aufgrund schwankender Zinsniveaus. Auch zu beachten ist das so genannte Kreditrisiko, welches greift, wenn der Emittent seine Liquidität verliert. Ein weiteres Risiko sind natürlich insgesamt sinkende Kurse für Geldmarktfonds und auch der Fondsmanager kann für den Investor zum Risiko werden. Der Manager entscheidet über alle Investitionen und wenn er Fehler macht, bedeutet dies Geldverlust.

Wer sollte Cash Fonds nutzen?

Diese Fonds werden meist von institutionellen Anlegern (Großinvestoren, Unternehmen) genutzt, weil sie die Möglichkeit zum kurzfristigen "Parken" von Geld haben möchten. Ein solcher Fonds eignet sich also für alle Investoren, die eine kurzfristige Geldanlage suchen.


Quellen

Lutz, Andreas: Marketing für Geldmarktfonds durch Fondsgesellschaften: Eine industrieökonomische Untersuchung
Baur, Jürgen: Investmentgesetze
Lutter, Marcus: Europäisches Unternehmensrecht