geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die überwiegend in liquide Wertpapiere und Titel am Geldmarkt investieren. Es handelt sich dabei beispielsweise um Termingelder oder Anleihen mit Laufzeiten unter einem Jahr.

Verschiedene Produkte auf dem Geldmarkt

Fondsmanager von Geldmarktfonds investieren meistens in Produkte, die sich durch ein gutes Ranking und eine zu erwartende hervorragende Rendite auszeichnen, wie zum Beispiel:

  • Schuldtitel von Unternehmen und Banken (Titel mit kurzen Laufzeiten)
  • Anleihen (kurzfristige Anleihen vom öffentlichen Sektor oder Staaten, private Anleihen)
  • Einlagenzertifikate (handelbare Bankeinlagen)
  • Anteile (Beteiligung von Anteilen an anderen Geldmarktfonds).

Arten des Geldmarktfonds

Seit dem Jahr 1994 sind Geldmarktfonds auch in Deutschland zugelassen. Es gibt zwei verschiedene Arten dieser speziellen Fonds:

Standard-Geldmarktfondsspezielle Geldmarktfonds
eigentliche Fonds, die nur in Papiere am Geldmarkt investierenzum Beispiel Multiwährungsfonds
geldmarktnahe FondsInvestieren in verschiedene Währungen
Investieren in Geldmarktpapiere und in festverzinsliche Wertpapiere mit kurzen LaufzeitenGarantiefonds, die eine Rückgabegarantie für den Geldeinsatz enthalten

Vor- und Nachteile der Geldmarkt-Investmentfonds

Es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile der Fonds auf dem Geldmarkt. Zu den Vorteilen gehören unter anderem:

  • Geldanlage täglich verfügbar
  • Anlagerisiken sind überschaubar
  • Wertentwicklung relativ stabil
  • indirekte Beteiligung von Privatanlagen am Geldmarkt
  • übersichtliches Produktangebot
  • keine Laufzeiten und keine Kündigungsfristen.

Zu den Nachteilen der Geldmarkt-Investmentfonds gehören beispielsweise:

  • Kosten im Vergleich zu anderen Anlageformen höher
  • Rendite relativ niedrig
  • durch Depot und Fondsmanager - zusätzlichen Verwaltungsaufwand
  • keine Einlagensicherung
  • Emittenten- sowie Zinsänderungsrisiken vorhanden
  • kaum lohnenswert bei niedrigem Kapitaleinsatz.

Kosten und Risiken der Fonds auf dem Geldmarkt

Private Anleger, die in Fonds auf dem Geldmarkt investieren, müssen mit verschiedenen Kosten rechnen, unter anderem:

  • Verwaltungskosten (Kosten für den Fondsmanager)
  • Ausgabeaufschlag (einmalige Gebühr von 0 bis 7% beim Kauf von Fondsanteilen)
  • Depotgebühren (durch Volumen des Depots, der jeweiligen Bank und der getätigten Transaktion).

Geldmarkt-Investmentfonds bergen wie jede Geldanlage verschiedene Risiken, unter anderem:

  • Kredit-Risiko (abhängig von der Liquidität, ob Anleger sein investiertes Kapital verzinst zurückerhält)
  • Zinsänderungs-Risiko (Zinsentwicklung der Geldmarktfonds hängt stark von der Entwicklung anderer Zinsen ab)
  • Abhängigkeit vom Fondsmanager (bei Fehlentscheidung - Auswirkungen auf Rendite)
  • Kurs-Risiko (bei Sinken der Geldmarktfonds-Kurse müssen Anleger mit Kursverlusten rechnen).
  • Fonds auf dem Geldmarkt gehören zum Sondervermögen. Im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft ist das Fondsvermögen vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Das angelegte Kapital ist jedoch nicht durch die Einlagensicherung der Banken geschützt.

Quellen

Sommese, Antonio: Die richtige Finanzplanung - simplified: Damit Sie morgen ohne Sorgen leben können!
Natter, Alexander: Financial Times Anlagepraxis Investmentfonds: Vermögensaufbau mit System
Dolle-Helms, Elke: Meine Altersvorsorge - Das muss ich wissen
Foitzik, Rainer / Schmidt, Wolfgang / Schwarz, Hans-Joachim: Finanzdienstleistungen für Privat- und Gewerbekunden: Fach- und Führungskompetenz für die Assekuranz
Reinfried, Michael: Investmentfonds: Die Besteuerung beim Anteilsinhaber und die Aussichten auf einem Euromarkt
Dembowski, Anke: Schnellkurs Investmentfonds: Praktischer Leitfaden für Privatanleger, Lehren aus der Finanzkrise