Manchmal wirken Zahlen einfach zu schön, um wahr zu sein: Die Rendite, die mit der Hilfe einer Windkraftanlage erzielen könne, betrage nach wie vor acht Prozent und mehr.

So werben zumindest einige Anbieter - und dies, obwohl sich seit 2013 die Presseberichte darüber häufen, dass nach dem Ende der staatlichen Förderungen sich Investments in diese Form der erneuerbaren Energien gar nicht mehr lohnen.

Es stellen sich zwei Fragen: Welche Gewinnspanne kann man realistisch mit Windkraft erzielen? Und wie muss man sein Geld überhaupt anlegen, um diese zu erreichen?

Welche Rendite kann man realistisch mit einer Windkraftanlage erreichen?

Rendite Windkraftanlage

Tatsächlich kann man dies gar nicht genau sagen. Tatsächlich kann es Jahre geben, in denen die Gewinnspanne acht Prozent und mehr übersteigt. In anderen Zeiten macht man möglicherweise sogar Verluste. Dies ist nach der Jahrtausendwende einigen Anlegern passiert.

Entscheidend ist, so willkürlich dies klingen mag, ob es ein windstarkes oder windschwaches Jahr war. Die meisten Angebote zur Geldanlage beziehen sich deshalb auch auf einen Zeitraum zwischen 15 und 20 Jahren, um hier ungefähr einen Ausgleich erzielen zu können.

Diese langfristigen Renditen lagen in der Vergangenheit zwischen zwei und drei Prozent. Jedes Angebot oberhalb von sechs Prozent ist ausgesprochen unrealistisch.

  • Wer investiert, sollte sich stets vergewissern, dass sein Geld für bereits bestehende Anlagen verwendet wird. Denn diese sind von den staatlichen Kürzungen bei der Förderung nicht betroffen. Diese gelten nicht rückwirkend.

Wie kann man in eine Windkraftanlage für eine gute Rendite investieren?

Der einfachste Weg ist es, einen Anteil an einer Gesellschaft zu erwerben, die einen oder besser noch mehr Windparks betreibt. Idealerweise sollten sich diese auf dem Meer befinden.

Dort gibt es mehr Windkraft und weniger Personen, die sich an den Rädern stören. Der Nachteil am Gesellschaftsmodell: Die Investments müssen wie erwähnt langfristig geleistet werden. Wer früher aussteigen will, geht ein hohes Risiko für seine Gewinnspanne ein.

Als Alternative bieten sich deshalb Fonds an, die in erneuerbare Energien und insbesondere in die Windkraft investieren. In diesem Fall sinkt das Risiko deutlich, weil man beispielsweise nicht mehr so schwerwiegend davon betroffen ist, wenn eine Windkraftanlage einmal einen Defekt aufweist.

Man ist zudem zeitlich flexibler. Im Gegenzug fällt die Rendite allerdings auch kleiner aus. Oberhalb von drei Prozent sind kaum zu bekommen. Viele der Fonds sind zudem geschlossen - man kann also nicht einfach einsteigen oder zu jeder Zeit wieder aussteigen.

Man muss also auf die Rendite durch die Windkraft möglicherweise lange warten.


Quellen