20:06, 10.06.2011
[dpa-AFX]

Aktien Osteuropa Schluss: Uneinheitlich - Gewinne im PX

PRAG/WARSCHAU/BUDAPEST (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Märkte präsentierten sich erneut uneinheitlich. An der Budapester Börse rutschte der Leitindex BUX um 0,91 Prozent auf 23.002,59 Punkte ab. Magyar Olay es Gazipari (Mol) verloren 1,77 Prozent auf 23.180 Forint. Auch die Rohölpreise kamen zum Wochenausklang merklich zurück. Im Finanzbereich verbilligten sich OTP Bank um 1,45 Prozent auf 5.840 Forint. MTelekom gaben unter den weiteren Schwergewichten um 0,52 Prozent auf 572 Forint nach.

Die Experten von Raiffeisen bleiben jedoch positiv für ungarischen Markt gestimmt, zumal die US-Ratingagentur Fitch den Ausblick für das langfristige Ausfallrisiko von "negativ" auf "stabil" angehoben und das Rating von "BBB-" bestätigt hat. Fitch sei der Ansicht, dass die Strukturreformen der Regierung das Wachstum ankurbeln könnten. Die Entscheidung an sich überrasche zwar kaum, aber der frühe Zeitpunkt, hieß es.

In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,68 Prozent auf 2.852,16 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index ermäßigte sich um 0,61 Prozent auf 49.077,61 Punkte. Die Experten von Raiffeisen Research bleiben aber auch für polnische Aktien positiv gestimmt. Der Rat für Geldpolitik bei der polnischen Nationalbank NBP hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent angehoben. Das war die vierte Erhöhung des Zinssatzes in diesem Jahr.

NBP-Präsident Marek Belka begründete die Maßnahme bei einer Pressekonferenz mit der steigenden Inflation. Im April lagen die Verbraucherpreise um 4,5 Prozent über dem Wert des gleichen Monats im Vorjahr - die höchste Preissteigerung im Jahresvergleich seit Herbst 2008. Unter den Einzelwerten standen PZU im Fokus, nachdem die polnische Regierung ihren Anteil von 10 Prozent am größten Versicherungskonzern des Landes PZU für insgesamt 3,17 Milliarden Zloty (806 Mio. Euro) verkauft hat. Die Aktien mit einem Stückpreis von 367 Zloty gingen je zur Hälfte an inländische und ausländische, institutionelle Anleger. Die PZU-Titel schlossen mit plus 0,13 Prozent auf 372 Zloty, nachdem die Titel am Vortag nach um fast vier Prozent abgerutscht waren.

Budimex verabschiedeten sich unverändert mit 87,50 Zloty in das Wochenende. Gemeinsam in einem Konsortium mit Ferrovial Agroman unterzeichnete das Bauunternehmen einen Vertrag zur Errichtung eines Abschnittes der polnischen Autobahn S-17.

Der Prager Leitindex PX ging dagegen mit plus 0,72 Prozent bei 1.215,40 Punkten aus dem Handel. Der Index stemmte sich nach positiven BIP-Zahlen gegen den schwachen gesamteuropäischen Trend. Im Auftaktquartal 2011 wuchs die tschechische Wirtschaft um 0,9 Prozent zum Vorquartal und um 2,8 Vorjahreszeitraum. Die vorläufigen Berechnungen lagen etwas darunter bei 0,6 bzw. 2,5 Prozent. Nach Einschätzung der Analysten von KBC Securities gestaltete sich Wirtschaftswachstum weiterhin solide.

Klar zulegen konnten die Bankenpapiere. Erste Group verbuchten einen Kursaufschlag von 0,87 Prozent auf 825,50 Kronen. Komercni Banka verteuerten sich 0,67 Prozent auf 4.060 Kronen. Unter den weiteren Schwergewichten gewannen Ceske Energeticke Zavody (CEZ) deutliche 1,72 Prozent auf 885,0 Kronen. Unipetrol rutschten hingegen um 2,85 Prozent auf 174,0 Kronen ab.

Mehr News

15:47
15:43
15:43
15:37
15:34
15:33
15:28
15:23
15:21
15:21
15:21
15:20
15:18
15:18
15:11
15:08
15:07
15:06
15:02
14:54
14:53
14:53
14:49
14:49
14:48
14:46
14:42
14:38
14:36
14:36
14:34