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[dpa-AFX]

Aurubis kritisiert Gesetzespaket zur Energiewende als unzureichend

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der größte europäische Kupferkonzern Aurubis hat das Gesetzespaket der Regierung zum Atomausstieg als unzureichend kritisiert. In seiner jetzigen Form stelle der Gesetzentwurf nicht sicher, dass Strom für Aurubis sicher und bezahlbar bleibe, sagte Vorstandschef Bernd Drouven der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Aurubis befürchte bei steigenden Strompreisen als Folge der Energiewende Einbußen in seiner Wettbewerbsfähigkeit. "Aurubis würde dann stärker als geplant außerhalb Europas investieren." Gleichzeitig könnten Marktanteile verloren gehen, die von Unternehmen außerhalb der EU, etwa aus China, Südamerika oder Indien übernommen würden. "Letztendlich käme es zu einer Verlagerung der Produktion, verbunden mit erheblicher Kapitalvernichtung in Deutschland."

Auch der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Chemischen Industrie, Utz Tillmann, warnte vor höheren Stromkosten und Verlagerungen ins Ausland. Ein Strompreisanstieg von einem Cent pro Kilowattstunde bedeute für die energieintensiven Industrien 1,2 Milliarden Euro Mehrkosten, sagte Tillmann dem Blatt. Deutschland habe wegen der hohen Stromkosten bei Investitionsentscheidungen schon heute keine guten Karten. "Diese Situation kann sich verschlimmern, wenn die Strompreise durch die Energiewende weiter steigen."

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