11:55, 13.06.2011
[dpa-AFX]

Aktien Europa: Richtungslos - Vorgaben bremsen Stabilisierungsversuch

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Pfingstmontag nach einem freundlichen Start richtungslos gezeigt. Von Marktexperten hieß es, die verhaltene US-Vorgabe und die Verluste in Asien bremsten einen Stabilisierungsversuch nach dem Kursrutsch vor dem Wochenende. Nach einem freundlichen Handelsstart gab der EuroStoxx 50 gegen Mittag um 0,07 Prozent auf 2.730,75 Punkte nach. Am Freitag war der Leitindex auf den niedrigsten Stand seit der Erdbebenkatastrophe in Japan im März abgerutscht. Der Cac 40 in Paris behauptete indes am Montag ein Plus von 0,08 Prozent auf 3.807,95 Punkte. Der Londoner FTSE 100 stieg um 0,17 Prozent auf 5.775,80 Punkte.

Kursbewegende Nachrichten gab es insbesondere aus Großbritannien. Der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore will einem Bericht der "Sunday Times" zufolge für zwölf Milliarden Pfund (13,6 Milliarden Euro) den in London gelisteten Bergbau-Konzern ENRC übernehmen. Dessen Aktien reagierten mit einem Kurssprung von 5,05 Prozent auf 779,50 Pence, was den ersten Platz im FTSE 100 bedeutete. Die Glencore-Titel gewannen 0,35 Prozent auf 511,20 Pence. Dass die teilverstaatlichte Londoner Großbank Lloyds Banking Group laut dem Blatt weitere 15.000 Stellen streichen muss, ließ deren Aktien um 1,30 Prozent auf 47,61 Pence steigen.

Dagegen büßten die Titel von Imperial Tobacco Group 1,10 Prozent auf 2.061,75 Pence ein, nachdem der Tabakkonzern vor einem Gewinnrückgang wegen Problemen in Spanien gewarnt hatte. Die geplanten Preissenkungen, mit denen das Unternehmen seinen Marktanteil in dem krisengeschüttelten Land zu halten versucht, könnten den Jahresgewinn um bis zu 110 Millionen Pfund senken, teilte das Unternehmen mit.

Im EuroStoxx 50 gaben die Anteilsscheine von Telefonica um 0,80 Prozent auf 16,06 Euro nach. Händler verwiesen darauf, dass der spanische Telekomkonzern den für den heutigen Montag geplanten Börsengang für seine Call-Center-Tochter Atento abgesagt hat. Bereits zuvor hatten die Spanier den Angebotspreis gesenkt.

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