Kauder: Ohne Griechenlandhilfe droht neue Finanzkrise
BERLIN (dpa-AFX) - Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder hält ohne neue Griechenlandhilfen eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise für möglich. Kauder schreibt in einem Gastkommentar für "Bild am Sonntag": "Ich kann die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger gut verstehen. Aber die neuen Hilfen nicht zu gewähren, wäre hochriskant und damit unverantwortlich. Die griechische Wirtschaft würde zusammenbrechen. Athen könnte nichts mehr zurückzahlen. Das Finanzsystem anderer Länder geriete ins Schwanken. Eine neue Finanz- und Wirtschaftskrise könnte die Folge sein."
Kauder weiter: "Wir dürfen nicht mit dem Feuer spielen." Kauder knüpfte weitere Zuwendungen an Griechenland an Bedingungen: "Neue Hilfen können aber nur unter strikten Auflagen gewährt werden. Wir haben die Bundesregierung aufgefordert, in Brüssel hier hart zu bleiben. Das bedeutet, dass auch die privaten Gläubiger, also auch die Banken, damit einverstanden sein müssen, dass Griechenland ihnen Geld später zurückzahlt. Griechenland muss zudem die Anstrengung zur Sanierung seines Haushalts massiv verstärken und endlich mit dem Verkauf von Staatseigentum mit aller Deutlichkeit ernst machen."
Für den CDU-Politiker hängt Wohlstand in Deutschland von einem robusten Euro ab: "Unsere Währung muss stabil bleiben. Nur dann wächst unsere Wirtschaft weiter. Deshalb müssen wir Griechenland helfen. Das fällt uns nicht leicht. Aber auch wenn wir in der Vergangenheit getäuscht wurden - an Deutschland darf der Euro nicht scheitern."
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