15:02, 09.06.2011
[dpa-AFX]

KBA-Verhandlungen treten auf der Stelle

FRANKENTHAL (dpa-AFX) - Die Verhandlungen über die Zukunft des Frankenthaler Koenig & Bauer-Standortes (KBA) treten weiter auf der Stelle. Nach erneut ergebnislos verlaufenen Gesprächen mit der Geschäftsführung sollten die Verhandlungen am Dienstag kommender Woche fortgesetzt werden, sagten Sprecher von IG-Metall und dem Unternehmen am Donnerstag. Die Arbeitnehmer haben das Werk des Druckmaschinenherstellers im rheinland-pfälzischen Frankenthal seit dem 5. Mai mit einem Streik lahmgelegt.

Das Konzept der Unternehmensleitung zur Standortsicherung sehen sie als nicht ausreichend an. Auch ein bei Gesprächen am vergangenen Dienstag vorgelegtes Angebot sei ungenügend, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall, Günter Hoetzl. Er kritisierte, die Firmenleitung wolle den Frankenthaler Firmenteil weiter in zwei GmbHs
- eine für Entwicklung und eine für Maschinenbau - überführen.
Unzureichend sei auch das Abfindungsangebot sowie die angebotene Garantie für Jahresarbeitsstunden am Standort.

Ein KBA-Sprecher versicherte, das "Management" bemühe sich ernsthaft um eine Lösung, wollte aber keine Einzelheiten zu den laufenden Gesprächen nennen. KBA will an den Standorten in Frankenthal, Würzburg und Trennfeld Jobs abbauen, weil der Markt für Rollenmaschinen, wie sie etwa beim Zeitungsdruck zum Einsatz kommen, geschrumpft ist. Für Frankenthal wurde laut Hoetzl bereits eine Reduzierung von derzeit gut 650 auf 605 zum Jahresende vereinbart. Mit ihrem Protest wollen Beschäftigte und IG Metall einen weiteren Jobabbau verhindern. Weltweit beschäftigt KBA nach eigenen Angaben 6400 Menschen.

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