Die 5 wichtigsten Kriterien beim Festgeldvergleich

Der Anlagebetrag stellt die Basisgröße der Berechnungen dar. Er spielt in Bezug auf zwei Gesichtspunkte eine zentrale Rolle:

  • Das Zinsangebot
  • Die Einlagensicherung

Auf welche Faktoren sollten Sie beim Festgeldvergleich außerdem achten?

Festgeldvergleich & Anlagedauer: 1 Jahr, 2 Jahre, 3 Jahre, ...?

Grundsätzlich gilt: Je länger die Anlagedauer, desto höher sind die jährlichen Zinsen.

Außerdem profitiert man natürlich bei längeren Laufzeiten vom Effekt des Zinseszinses (sofern eine Zinssammlung betrieben wird).

Bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro und 1,8% ZInsen p.a. kommt es zu folgender Ertragsstaffelung:

AnlagedauerErtrag
1 Jahr180,00€ Ertrag insgesamt (180,00€ durchschnittlicher Ertrag pro Jahr)
2 Jahre363,24€ Ertrag insgesamt (181,62€ durchschnittlicher Ertrag pro Jahr)
3 Jahre549,78€ Ertrag insgesamt (183,26€ durchschnittlicher Ertrag pro Jahr)

Die Zinsen beim Festgeldvergleich

Das Zinsangebot spielt logischerweise die zentrale Rolle für die Berechnung des Gewinns. Es sollte aber nicht nur der jährliche Zinssatz (Rendite pro Jahr) ins Auge gefasst werden.

Ein weiterer Faktor ist die Frage, wann die Zinsen ausbezahlt werden (vierteljährlich, halbjährlich, jährlich oder am Laufzeitende). Werden die Zinsen nicht zwischendurch ausgezahlt, sondern verbleiben auf dem Konto (Zinsanhäufung) profitiert man – wie oben dargestellt – zusätzlich vom Zinseszins.

Beim Festgeldvergleich ist auf den Ertrag zu achten

Der Ertrag zeigt bei gewählten Bedingungen, welches Endkapital nach Abschluss des Geschäfts vorhanden ist. Letzen Endes ist das für den Anleger die entscheidende finanzielle Größe. Der Ertrag kann durch die variablen Konditionen unterschiedlich ausfallen, obwohl der jährliche Zinssatz bei zwei Anbietern gleich ist.

Festgeldvergleich - Was ist ein Bonus?

Neukunden werden oft mit einer Willkommensprämie begrüßt. Da der Bonus letztendlich in den Ertrag einfließt, kann er einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Gewinn haben.

Wer sich nicht vor dem vermehrten Aufwand einer Kontoeröffnung scheut, kann über den Bonus zusätzliche Gewinne einstreichen. Ebenso gilt dieses Prinzip bei einer Stückelung der Anlagesumme auf mehrere Banken.

  • Besonders bei kleineren Summen lohnt sich ein Blick auf den Bonus.

Einlagensicherung beim Festgeldvergleich

Die Einlagensicherung ist eine staatlich gesetzlich verankerte Absicherung, dass das angelegte Geld in jedem Fall zurückbezahlt wird. Somit ist eine Pleite der Bank durch den Staat abgesichert. Je nachdem, in welchem Staat die Bank ihre Geschäftsabwicklung betreibt unterliegt sie dem dortigen Gesetz.

Bezüglich des Risikos ergibt sich demnach indirekt ein Unterschied: Falls der bürgende Staat insolvent geht, verliert sich auch der Effekt der Einlagensicherung.

Da die Bundesrepublik Deutschland über beste Ratings verfügt, bevorzugen besonders sicherheitsbewusste Anleger die deutsche Einlagensicherung. Auf der anderen Seite bieten ausländische Banken oft höhere Renditen.

Ein weiteres Kriterium ist die Höhe des abgesicherten Betrages, der sich innerhalb der EU-Staaten unterscheiden kann. Die gesetzlichen Vorschriften zur Einlagensicherung unterliegen in jedem EU-Staat Mindestvorschriften (EG-Richtlinien 1994/19/EG, 2009/14/EG, 2014/49/EU).

  • Da sich manche Anleger bewusst nur auf die erhöhte Sicherheit der deutschen Einlagensicherung festlegen, macht es für diese Gruppe Anleger Sinn, entsprechend nur nach Banken mit Geschäftsabwicklugn in Deutschland zu filtern. Auch ausländische Banken können einen Geschäftssitz in Deutschland haben und damit dem deutschen Recht unterstehen.

Quellen

Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften: RICHTLINIE 2014/49/EU DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 16. April 2014 über Einlagensicherungssysteme (Neufassung) »