Zinszahlen sind Kenngrößen der kaufmännischen Zinsformel. Mit Hilfe dieser Formal können Kosten und Erträge von Finanzierungen tagesgenau errechnet werden.

Was sind Zinszahlen?

Mithilfe von Zinszahlen werden Belastungen oder Erträge in Finanzgeschäften berechnet. Anwendung finden solche Berechnungen zum Beispiel bei Krediten oder bei Zinszahlungen von angelegtem Geld auf Bankkonten.

Ausgangsbasis ist ein bestimmter Kapitalbetrag. Weitere Faktoren sind der Zinssatz und die Laufzeit.

Andere verwendete Begriffe sind auch:

  • Zinsnummern
  • Diskontzahlen

Die Kaufmännische Formel und ihre Zinszahlen

Z = (K ∙ p ∙ t) / (100 ∙ 360)

  • Z = Zinsbetrag
  • K = Kapitalbetrag
  • p = prozentualer Zinssatz
  • t = Anzahl der Tage im Jahr

Die Zahlen werden in der Regel gerundet. Das Jahr wird mit 360 Tagen als Berechnungsgrundlage versehen, das heißt, dass jeder Monat mit 30 Tagen pauschal berechnet wird.

Der Term im Nenner wir auch Zinsteiler genannt. Falls ein Zinsbetrag für ein volles Jahr berechnet wird vereinfacht sich die Formel entsprechend durch mathematisches Kürzen.

  • In anderen Ländern werden zum Teil andere Verfahren und Formeln verwendet. Nicht überall geht mit von der Pauschalgröße von 360 Tagen im Jahr aus.

Zinszahlen in einer Beispielrechnung

Als Beispiel soll ein Tagesgeldkonto dienen, auf dem für 200 Tage 7000€ zu 0,8% Zinsrendite angelegt werden:

Z = (K ∙ p ∙ t) / (100 ∙ 360) = (7000 ∙ 0,8 ∙ 200) / (100 ∙ 360) = 31,11€

Während der Laufzeit von 200 Tagen werden also am Ende 31,11€ Zinsen erwirtschaftet.


Quelle

Ortmann, K. M.: Praktische Finanzmathematik: Zinsrechnung – Zinsanleihen – Zinsmodelle »