Wer spart, denkt an die Zukunft. In Zeiten niedriger Sparzinsen kann das Sparen allerdings schnell frustrierend werden.

Habenzinsen von 1,5 Prozent oder weniger werden durch Steuern und Inflation schnell aufgefressen – es entsteht unterm Strich ein Verlust.

Aktien und andere Wertpapiere sind scheinbar der Rettungsanker in dieser Situation.

Will man wissen, was damit verdient werden kann, greift man einfach zur Berechnung der Aktienrendite. Reicht diese simple Rechnung?

Mit Aktien doppelt Geld verdienen

aktienrendite dividendenrendite

Unternehmen geben Aktien aus, um Kapital einzuwerben – ohne sich dabei bei Banken zu verschulden. Im Gegenzug winken Aktionären Dividenden, also Beteiligungen am erzielten Unternehmensgewinn.

Parallel zahlt sich der Verkauf von Aktien aus, wenn der Aktienendkurs deutlich über dem Anfangskurs liegt.

Die Rendite – sprich Ertragschance – wird über die Aktienrendite ausgedrückt. Hier fließen das Kursverhältnis und die Dividende ein. Anleger können sich so ein Bild vom möglichen Gewinn machen. Will man nur die Dividendenrendite betrachten, ist die Aktienrendite inadäquat.

Dividendenrendite: Die Berechnung

Die Berechnung der Dividendenrendite ist simpel. Es wird einfach die Dividende durch den Aktienkurs geteilt – und das Ergebnis mit 100 multipliziert. So halten Anleger einen Prozentwert, die Dividendenrendite, in den Händen.

Welche Aussagekraft hat die Dividendenrendite in Verbindung mit der Aktienrendite?

  • Für eine Aktie mit einem Kurs von 150 Euro wird eine Dividende von 8 Euro gezahlt. Die Rendite liegt damit bei 5,3 Prozent. Liegt der Kurs bei gleicher Dividende aber bei 109 Euro, ist die Dividendenrendite plötzlich auf 7,3 Prozent gestiegen.

Hohe Dividenden sind also nicht automatisch die beste Option. Hinzu kommt ein weiterer Aspekt – die persönliche Dividendenrendite. Die Berechnung der Rendite einer Dividende zeigt eine Momentaufnahme. Anleger steigen aber meist früher und zu einem anderen Kurs ein. Daher liegt dem persönlichen Dividendenrenditewert für dessen Berechnung der Einstiegskurs zugrunde.

Aktienrendite oder Dividendenrenditewert

Für eine Anlageentscheidungen können beide Kennzahlen herangezogen werden. Wer über die gesamte Laufzeit eine gute Performance erzielen will, kommt auf keinen Fall an der Aktienrendite vorbei.

Steht mit im Mittelpunkt, welche Zuflüsse innerhalb des Anlagezeitraums erzielt werden können – in Form der Dividende – muss der Dividendenrenditewert berechnet werden (und sollte natürlich entsprechend hoch ausfallen). Es empfiehlt sich, hier mehrere zurückliegende Jahre zu beobachten.


Quellen