Sachwerte stehen insbesondere zu Zeiten, in denen die Kapitalmarktzinsen im Keller sind, sehr hoch im Kurs.

Um einen möglichen Kaufkraftverlust abzuwehren, investieren Privatanleger in die Güter, deren Wert sich mit der Inflation entwickelt.

Nach Möglichkeit sollen die Sachwerte aber nicht nur einen Inflationsschutz bieten, sondern auch noch eine Rendite erwirtschaften. Hierfür ist nicht jede entsprechende Anlage gleich gut geeignet.

Wann schützen Sachwerte effektiv vor einem Kaufkraftverlust?

Sachwerte Inflation
Sachwerte gegen die Inflation

Die Höhe eines Sachwerts bestimmt sich maßgeblich über den Gebrauchswert des Gegenstands oder anhand der Nachfrage nach diesem.

Was kompliziert klingt, bedeutet lediglich, dass man für einen wirksamen Inflationsschutz in die Güter investieren muss, die nachgefragt werden.

So heißt es beispielsweise, dass man die Finger von Anlagen in Maschinen lassen sollte, die in einer Branche gebraucht werden, der es derzeit schlecht geht.

Sind die Kapitalmärkte in der Krise, zieht dies in aller Regel auch einige Sektoren in der Realwirtschaft mit nach unten. Industrie-Unternehmen sind häufig (aber nicht immer) die ersten Opfer. Hier ist ein Inflationsschutz nicht mehr gegeben.

Welche Sachwerte schützen gegen einen Kaufkraftverlust und bringen eine Rendite?

Wer großen Wert darauf legt, sein Vermögen so gut wie möglich zu schützen, aber nicht zwangsweise eine Rendite braucht, sollte in Edelmetalle investieren.

Hier allerdings ein Hinweis: Um die Inflation wirklich auszugleichen, muss man zum langfristigen Anleger werden. Gold oder z.B. Silber eignen sich nicht für kurz- und mittelfristige Investments, wenn man ein kleiner Privatanleger ist.

Der Klassiker schlechthin, wenn man Sachwerte sucht, die nicht nur gegen einen Kaufkraftverlust schützen, sondern die auch eine Rendite erbringen, sind Immobilien.

Hier ist allerdings eine gewisse Vorsicht angebracht. Zwar sind die Kredite derzeit günstig wie noch nie, anderseits steigen gerade in den Metropolen die Anschaffungskosten für Immobilien sehr stark. Man läuft Gefahr, sich zu überheben.

Keine direkten Investitionen in diese Sachwerte, sondern die Beteiligung an Fonds reduziert dieses Risiko erheblich.

Zudem muss man sich nicht selbst die Mühe machen, den regional ausgesprochen differenzierten Markt zu beobachten und zu analysieren, um den perfekten Ort zu finden, wo man wirklich einen Inflationsschutz und mehr durch Investments in Immobilien erreicht.