In wirtschaftlichen instabileren und unsicheren Zeiten blicken Anleger in Richtung Sachwerte. Eine Variante stellt das Waldinvestment dar.

Waldinvestment als alternative Anlageform

Waldinvestment

Waldinvestments werden auch Holzinvestments oder Bauminvestments genannt. Ein anderer Begriff ist das englische Wort „forestfinance“. Grundidee ist das Anlegen in den Rohstoff Holz.

Der Umfang an getätigten Investitionen nimmt stetig zu, was an den zuletzt steigenden Holzpreisen liegt. Die Kombination aus vermehrtem Immobilienbau (und daraus resultierender Nachfrage an Holz), sowie mangelnden Alternativen der klassischen Finanzprodukte machen das Waldinvestment immer interessanter.

Viele Anleger fühlen sich auch durch einen Beitrag zur Umwelt motiviert. Nachhaltige Unternehmen der Forstwirtschaft versprechen der Rodung von Tropen und Regenwald entgegenzuwirken.

Konkrete Formen der Anlage sind unter anderem:

  • Anteile an Unternehmen der Forstwirtschaft.
  • Fonds, die in die Holzindustrie investieren
  • Direktinvestitionen (bestimmte Anzahl an Bäumen oder Quadratmetern eines Waldes).

Was sollte ich als Anleger beim Waldinvestment beachten?

Wie bei allen Investitionen bieten versprochene höhere Renditen auch höhere Risiken. Als Anleger sollte man sich die nötige Fachinformation einholen. Beispielhafte zu klärende Fragen wären:

  • In welchem Land wird ein Projekt durchgeführt?
  • Welcher Schwerpunkt liegt auf ökologischer Nachhaltigkeit?
  • Wie soll die versprochene Rendite zustande kommen? Wird die Fläche beispielsweise bewirtschaften und erzielt Ernteerträge oder soll die Fläche später primär mit Wertsteigerung verkauft werden?
  • In welche Holzarten wird investiert? (Edelhölzer eignen sich in der Regel besser als Anlageobjekte). Handelt es sich um natürliche Wälder oder Pflanzungen?
  • Welche Arbeitsbedingungen herrschen vor Ort?

Welche Risiken bestehen beim Waldinvestment?

Grundsätzlich sind Waldinvestment eher als Anlagen mit langfristigem Horizon geeignet. Insbesondere bei bewirtschafteten Feldern spielt der Ernteertrag auf entscheidende Rolle auf die Rendite. Natürliche Schwankungen der Ernteerträge stellen in einzelnen Jahren logischerweise Risiken dar.

Während die klassischen Formen der Geldanlage inzwischen sehr stark gesetzlich reguliert sind, sind Waldinvestments nicht systematisch geschützt. Es gibt als keinen Einlagensicherungsfonds für Wälder oder eine breite Auswahl an Versicherungen gegen Schädlingsbefall, Unwetter, Waldbrände oder Diebstahl.

Auch politische Unruhen, Instabilitäten oder Gesetzesänderungen sind langfristig nicht vorhersehbar.


Quellen

Liesenberg, Lambert: Investieren in Holz: Chancen, Märkte, Hintergründe »
Ludin, D.: Für und wider Waldinvestments »