Je früher mit dem Geld sparen begonnen wird, desto mehr Zinsen kommen für den Sparbetrag zusammen. Es lohnt sich demnach schon in jungen Jahren, an das Geld sparen zu denken.

Damit eine höhere Summe optimal angelegt werden kann, benötigen die Sparer Geld. Bei einer Familie mit mehreren Kindern ist das kaum machbar, wenn nur der Vater verdient und die Mutter zu Hause bei den Kindern bleibt. Noch komplizierter sieht es für alleinerziehende Mütter mit Kindern aus. Wir bieten Ihnen Tipps, wie Sie dennoch Geld sparen können.

Geld sparen im Alltag

Auch bei knapperem Budget gibt es einige Möglichkeiten, im Alltag zu sparen und das ersparte Geld gewinnbringend anzulegen, wie zum Beispiel:

  • Geld sparen beim Einkaufen durch das Schreiben einer Einkaufsliste
  • mehr Leitungswasser trinken
  • keine Kartenzahlung nutzen - nur bar zahlen (so vermeidet man unnötige Ausgaben)
  • Plan schreiben für monatliche Ausgaben
  • Geld sparen bei dem Auto (Preisvergleichsportale beim Autokauf nutzen, günstig tanken, Kurzfahrten vermeiden)
  • Festgeldkonto als sichere Anlageform nutzen
  • versuchen, alles steuerlich abzusetzen (Spenden, Steuerberatung, Kontoführungsgebühren)
  • Handyanbieter und Stromanbieter vergleichen und wechseln.

Ziele setzen beim Geld sparen

Die Sparer sollten sich realistische Ziele beim Sparen setzen. Es macht Spaß zu sparen, wenn die Personen wissen, wofür sie ihr Geld beiseitelegen. Kleine Ziele sollten anfangs im Fokus liegen. Beispielsweise kann für die Eintrittskarte ins Theater, für den Zoobesuch oder ein Hotelaufenthalt gespart werden. Klappt das gut, können auch größere Ziele ins Blickfeld treten.

  • Den Sparern muss klar sein, dass große Spar-Ziele, wie zum Beispiel ein Auto-, Möbel- oder Hauskauf, viele Jahre oder sogar Jahrzehnte intensiven Sparens in Anspruch nehmen. Wird so ein großes Spar-Ziel in Angriff genommen, sollte der Fortschritt beim Geld sparen regelmäßig überprüft werden.

Wie kann ich Geld sparen?

Geld sparen

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, wie man sparen kann:

  • Man bildet stets verfügbare Rücklagen.

  • Man legt Geld an.

Grundsätzlich ist der Unterschied, dass eine Geldanlage nicht ständig verfügbar ist, sondern erst zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder ausgezahlt wird. Im Gegenzug sind die Zinsen höher.

Das klassische Beispiel ist der Unterschied zwischen Sparbuch und Festgeldkonto. Die Verzinsung von Festgeldern ist durchschnittlich zehnmal höher als die von Sparbüchern.

Natürlich gibt es Grenzfälle: Das Tagesgeldkonto ist beispielsweise stets verfügbar, bietet aber bessere Zinsen als das Sparbuch. Wer Geld sparen will, findet hier einen guten Kompromiss.

Aus mehreren Gründen ist es ratsam, nicht über das Girokonto oder Barbestände zu sparen: Zum einen erwirtschaftet man keine Zinsen. Zum anderen ist das Risiko, dass man der Versuchung erliegt, doch einen Teil des Geldes auszugeben wesentlich größer als dann, wenn man es an anderer Stelle anlegt.

Der schlechteste Ort zum Geld sparen ist das Konto, über das die alltäglichen Geldgeschäfte gehandhabt werden. Hier fällt es viel zu schwer, die Übersicht zu behalten.

Was ist der beste Weg zum Geld sparen?

Effektives Sparen gelingt dann, wenn zwei Grundprinzipien stets berücksichtigt werden:

  1. Zum einen muss die Sicherheit der Anlage zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Auf den Konten innerhalb der EU ist dies in der Regel garantiert: Die Banken müssen bis zu einer Einlage bis zu 100.000 Euro geradestehen. Sind die Geldhäuser Mitglied des Bundesverbands der deutschen Banken, liegt der Betrag sogar bei 250.000 Euro.
  2. Zum anderen sollte man eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften. Wer für eine gewisse Zeit komplett auf sein Geld verzichten kann, sollte es in Form von Festgeld anlegen oder in einen Fonds mit Zinsgarantie investieren. Wer täglichen Zugriff haben möchte, sollte mit einem Tagesgeldkonto sein Geld anlegen.

Sparbücher eignen sich nicht, um gewinnbringend zu sparen: Sie sind nicht sicherer als Tagesgeldkonten und wesentlich schlechter verzinst.

Dies lässt sich nicht allgemein beantworten. Die Frage lautet, ob man zielgerichtet spart oder für das Alter und/ oder schlechte Zeiten vorsorgt.

Wer zielgerichtet spart, also eine Summe erreichen möchte, um z.B. ein neues Auto zu kaufen, muss logischerweise nur solange sparen, bis der Preis erreicht ist.

Ansonsten gilt: Es ist immer ratsam, monatlich einen Betrag zurückzulegen. Erst mit dem Eintritt in das Rentenalter sollte man aufhören, sein Geld zu sparen.

Eine goldene Regel will allerdings beherzigt werden: Geld sparen macht nie Sinn, wenn man noch Schulden hat.

Kredite werden immer höher verzinst als Spareinlagen. Wer noch ein Darlehen zu tilgen hat, begeht einen wirtschaftlichen Fehler, wenn er monatlich einen Betrag spart anstatt ihn in die Schuldentilgung zu investieren.

Besonders dramatisch ist dies, wenn man mit dem Girokonto im Dispo ist (durchschnittlich Verzinsung: Mehr als zwölf Prozent) und Geld auf ein Sparbuch legt (durchschnittliche Verzinsung 0,15 bis zu 0,35 Prozent).

Da Kredite stets teurer sind als Spareinlagen, macht es eigentlich Sinn, auf jede Anschaffung zu sparen. Tatsächlich verlangt dies aber häufig extreme Opfer.

Ein Beispiel: Niemand möchte 35 bis 40 Jahre warten, um ein Haus beziehen zu können. Die 30.000 Euro für einen Neuwagen hat auch kaum jemand übrig. Es macht nur Sinn, auf Dinge zu sparen, die tatsächlich warten können.

Immer Geld sparen sollte man dann, wenn die Rückzahlung des Darlehens länger dauern würde als der Sparvorgang:

Ein Beispiel hierfür sind Finanzierung für moderne Fernseher. Darüber hinaus raten Experten dazu, mindestens die dreifache Summe dessen, was man monatlich zum Leben braucht, zurückzulegen.

Außerdem sollte man auch für das Alter Geld sparen. Durch den Wandel der Demographie stehen im gesetzlichen Rentensystem extrem Verwerfungen bevor.

Welche Produkte sind zum Sparen geeignet?

Grundsätzlich kann man zwei Produktarten unterscheiden, wie man Geld sparen kann:

  • Erstens: Die 'sicheren' Anlagen wie Sparbücher, Tagesgeld oder Festgeld - Diese garantieren bis zu einem bestimmten Betrag, dass man seine Einlage wieder bekommt, bringen aber nur kleinere Renditen.

  • Zweitens: Riskantere Anlagen wie beispielsweise Anleihen oder Wertpapiere - Hier kann man zwar höhere Renditen erwarten, muss aber damit rechnen, im schlimmsten Fall sein gesamtes Geld zu verlieren. Diese Spekulationsgeschäfte sind für ein seriöses Sparen nicht geeignet!

Welche Regeln gelten für das Geld sparen?

Wer sparen möchte, ist schnell bereit, sich von guten Angeboten blenden zu lassen. Bekanntlich verstehen die Deutschen unter Geld sparen eben nicht nur, dass sie einen bestimmten Betrag regelmäßig zur Seite legen, sondern erwarten für dieses Geld auch Zinsen.

Wer mit hohen Sätzen locken kann, findet meist recht einfach interessierte Sparer.

Die erste Regel für effektives Geld sparen lautet deshalb:

Man darf nie die Kosten aus den Augen verlieren. Kein Zinssatz ist so attraktiv, dass er zu hohe Bearbeitungsgebühren aufwiegt.

Weitere Regeln, die man beherzigen sollte, lauten:

  • Das Geld muss abgesichert sein: Bis zu welchem Betrag ist dies der Fall und wer steht im Notfall dafür ein?

  • Manche Sparer müssen sich vor sich selbst schützen: Wer flexibel an sein Geld kommen kann, erliegt oft der Versuchung, die Ersparnisse ohne Not auszugeben. Ratsam ist in einem solchen Fall eine feste Anlage, die nicht einfach wieder aufgelöst werden kann.

  • Gleichmäßiges Sparen ist am einfachsten: Man sollte nicht der Versuchung erliegen, monatlich immer so viel Geld zurückzulegen, wie man meint, in dem Monat entbehren zu können. Wer monatlich stets einen bestimmten Betrag X zurücklegt, stellt automatisch im Laufe der Zeit sein Budget so um, dass er den Betrag problemlos sparen kann.

  • Niemals in der Not sparen: Wer zu wenig Geld hat und möglicherweise Schulden bezahlen muss, sollte nichts zurücklegen, sondern seine wirtschaftliche Basis zuvor konsolidieren. Erfolgreich Geld sparen kann man nur auf dieser Grundlage.

Welche Tipps zum Geld sparen sollte man beherzigen?

Verschiedene Ratschläge helfen dabei, so viel Gewinn aus dem eigenen Kapital, dass man beiseite legt, wie möglich zu erwirtschaften:

Wer jeden Monat daran denken muss, selbst die angedachte Summe zu überweisen, wird es irgendwann vergessen oder der Versuchung erliegen, es für andere Dinge auszugeben

Man kann entsprechend sein Budget anpassen und ohne diese Summe planen. Wer monatlich so viel beiseite legen möchte, wie er kann, stellt schnell fest, dass er nach eigener Ansicht gar nichts sparen kann.

Deutsche und europäische Banken bieten stark unterschiedliche Zinssätze. Man gibt sich zu leicht mit zu wenig zufrieden.

Auch wenn man für das Alter vorsorgt, kann man Ziele definieren. Man möchte dann z.B. eine monatliche Rente in einer bestimmten Höhe erreichen. An diesen Zielen kann man ermessen, ob die eigenen Sparanstrengungen ausreichend sind oder intensiviert werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Viele Banken und Versicherungen werben damit, dass auch schon Studierende und Auszubildende für das Alter vorsorgen sollten. Tatsächlich können insbesondere junge Leute nur minimale Beträge sparen, die kaum einen Unterschied machen.

Ein Student kann beispielsweise durchschnittlich während des gesamten Studiums nur einen Betrag zurücklegen, den er später in nicht einmal einem Jahr aufbringt.

Für junge Leute kommt deshalb praktisch nur das zielgerichtete Geld sparen in Frage.

Richtig mit dem Geld sparen sollte man erst dann beginnen, wenn die Einnahmen tatsächlich signifikant über den Ausgaben liegen - ratsam ist ein Unterschied von mehr als zehn Prozent, um zugleich Geld sparen und flüssig bleiben zu können.

Wer sich bei Experten darüber informiert, wie er Geld zurücklegen sollte, hört in schöner Regelmäßigkeit den Hinweis, dass man unbedingt monatlich etwas zurücklegen sollte.

Der Hintergrund ist vor allem psychologischer Natur: Da Gehälter monatlich ausgezahlt werden, arbeiten die meisten Menschen mit monatlichen Budgets.

Wer erfolgreich Geld sparen möchte, muss den Betrag, der zurückgelegt werden soll, in sein Budget integrieren. Nur so ist garantiert, dass die Summe nicht an anderer Stelle fehlt.

Wer eine neue Stelle antritt, muss alsbald entscheiden, ob er VL Sparen möchte. Die Abkürzung steht für vermögenswirksame Leistungen. Der Arbeitgeber legt bis zu 40 Euro pro Monat für den Arbeitnehmer an. Dieser darf den Sparplan wählen. In Frage kommen

  • Ein Bausparvertrag

  • Ein einfaches Sparkonto

  • Die Tilgung einer Baufinanzierung

  • Ein Aktienfondssparplan

Der große Vorteil dieser Form des Sparens ist, dass es sich um ein finanzielles Geschenk des Arbeitgebers handelt. Wer einen unbefristeten Vertrag hat, sollte dieses deshalb auch nutzen.

Allerdings gibt es auch einen Nachteil, den man nicht verschweigen sollte: Verliert man die Stelle, aber der Sparplan läuft noch weiter, muss man diesen aus eigener Tasche bezahlen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten, wie man Geld sparen kann: Die Anlage und das Investment.

Bei einer Anlage erhält man eine feste Rendite. Zudem ist klar definiert, wie lange man oder ob man überhaupt auf sein Geld verzichten muss. Die klassischen Beispiele sind das Tages- sowie das Festgeld.

Bei der ersten Variante kann man flexibel auf sein Geld zugreifen, erhält dafür aber weniger Zinsen. Beim Festgeld muss man sich für einen fest definierten Zeitraum von seinem Kapital trennen.

Bei einem Investment sind diese Dinge nicht klar geregelt: Man erwartet mittel- und langfristig einen Mehrwert durch seinen Kapitaleinsatz. Wie hoch dieser sein wird oder wann er wirklich erreicht wird, steht jedoch nicht fest. Das klassische Beispiel für das Investment ist der Ankauf von Aktien.

Das Unternehmen kann das Kapital nutzen, um bessere Geschäftszahlen zu erreichen, durch die der Kurs steigt. Man kann die Aktie mit Gewinn verkaufen.

Anleihen gehören streng genommen auch zu den Anlagen, bewegen sich aber faktisch zwischen den beiden Varianten. Dies zeigt das Beispiel der Unternehmensanleihe: Die Firma kann mit dem Kapital arbeiten und erwirbt dadurch die Möglichkeit, den Darlehensbetrag wieder zurückzubezahlen.

Die Anleihe hat eine feste Laufzeit und einen fixen Zinssatz. Allerdings besteht das Risiko, dass der Betrieb wirtschaftlich versagt und die Anleihe nicht bedienen kann.

Entscheidend ist stets der Grund, aus dem man überhaupt eigenes Kapital beiseite möchte: Unternimmt man diesen Schritt, um beispielsweise ein neues Haus zu kaufen oder sorgt man für das Alter vor?

Im ersten Fall ist der Zeitraum einfach zu bestimmen: Wenn man die Summe gespart hat, die man benötigt, um die Anschaffung zu tätigen, die man im Auge hat, kann man aufhören. Im zweiten Fall spart man idealerweise bis man das Renteneintrittsalter erreicht hat.

Grundsätzlich gilt: Eigentlich sollte man das gesamte Erwerbsleben etwas auf die hohe Kante legen. Eine Ausnahme besteht diesbezüglich nur bei laufenden Krediten. Diese sollten zuerst abgelöst werden, da sie durch ihre Zinsen zu teuer sind und nicht nur günstige Anlagen wieder aufgefangen werden können.


Quellen

Tenhagen, Hermann-Josef: Das Finanztip-Buch: Wie Sie mit wenig Aufwand viel Geld sparen »
Littek, Frank: Mehr Geld im Haushalt: Clever sparen, wo's nicht wehtut »
Galla, Anton: Wie Sie Geld verdienen und gleichzeitig sparen »
Beck, Hanno: Geld denkt nicht: Wie wir in Gelddingen einen klaren Kopf behalten »