Windräder sind immer beliebtere alternative Anlageinvestments. An die zehntausend Anlagen gibt es bereits in Deutschland. Sie produzieren schon jetzt rund zwei Prozent des Stroms in Deutschland und sollen auf lange Sicht die Energie der Kernkraftwerke ersetzen. Immer mehr private Investoren legen Ihr Geld deshalb in Windkraftfonds an.

Was sind Windparkfonds?

Windparkfonds

Bei einem Windparkfond investiert ein Anleger sein Kapital in eine Windkraftanlage. Der Gewinn ergibt sich aus den finanziellen Erträgen, die durch die Windkraftanlage in Verbindung mit den regionalen Stromanbietern zustande kommen. Diese zahlen für jede Kilowattstunde Strom zwischen 6,2 Cent und 9,1 Cent.

Welche Konditionen haben Windparkfonds?

  1. Die Laufzeit für Windparkfonds beträgt zwischen 13 und 21 Jahren
  2. Die Laufzeit kann ferner auch zeitlich unbegrenzt sein
  3. Es werden Mindestanlagesummen zwischen 2500 und 15.000 Euro erwartet

Welche Gewinne für Windparkfonds sind zu erwarten?

Zu erwartende Gewinne in den ersten ein bis sechs JahrenIn den ersten Jahren sollten die Anleger eher mit finanziellen Verlusten rechnen.
Gewinne für Windparkfonds nach sieben JahrenNach durchschnittlich sieben Jahren werfen die Anlagen die ersten Gewinne ab.
Zu erwartende AusschüttungenIst die Laufzeit abgelaufen, so dürfen Anleger eine voraussichtliche Ausschnüttung von 25 Prozent erwarten.
  • Auch von den Verlusten der Windparkfonds kann der Anleger profitieren. Er hat nach § 15 EStG die Option, die finanziellen Verluste in Höhe seiner Beteiligung steuerlich geltend zu machen. So kann er von den Verlusten der Anfangsjahre dennoch Vorteile schöpfen.

Welche Risiken haben Windparkfonds?

  • Den Markt für Windparkfonds gibt es noch nicht so lange. Es liegen kaum Erfahrungswerte vor, die den Anlegern eine Hilfe sein können. Diverse technische Probleme können den Anlagen ebenfalls im Weg stehen und hohe Investments behindern.
  • Der zu erwartende Wind ist selbst ein weiteres Risiko. Er muss im Vorfeld prognostisch am Standort der Anlage vorhergesagt werden. Steht die Anlage still, so kann auch kein Strom generiert werden. Für die Anleger bedeutet dies ein Verlustgeschäft.
  • Die langen Laufzeiten stellen ebenfalls ein Risiko dar. Während diesen Zeiten können sich sowohl die finanziellen Gegebenheiten der Anleger ändern, als auch die rechtlichen oder steuerlichen Bedingungen für Windparkfonds an sich.

Quellen

Moritz, Gert: Handbuch Finanz- und Vermögensberatung »
Gerth, Martin: Die Geldverbesserer: Grüne Investments - Das Prinzip des doppelten Gewinns »