Wer Aktien kauft, hat die Wahl: Entweder er erwirbt Inhaberaktien oder Namensaktien.

Gerade für Einsteiger ist die Entscheidung oft nicht leicht, treffen sie hier doch auf die ersten beiden Fachbegriffe rund um die Börse, die sie unbedingt lernen sollten.

Was sind Inhaberaktien?

Inhaberaktien

In diesem Fall werden die Wertpapiere nicht auf einen bestimmten Besitzer festgeschrieben.

Der Eigentümer der Papiere - wer auch immer es sein mag - darf alle Rechte wahrnehmen, die mit der Aktie zusammenhängen. Gleiches gilt auch für die Pflichten, die durch die Besitzrechte an dem Papier entstehen.

 

Welche Vor- und Nachteile haben Inhaberaktien?

Der große Vorteil von solchen Papieren ist ihre einfache Handelbarkeit. Anders als Namenspapiere, die folglich auf eine bestimmte Person festgeschrieben sind, kann eine Inhaberaktie ohne großen Aufwand verkauft (oder auch angekauft) werden.

Unternehmen zeigen allerdings seit geraumer Zeit einen Trend hin zu Namenspapieren. Zum einen hat eine Firma ein natürliches Interesse, langfristig mit Geldgebern zusammenzuarbeiten.

Inhaberpapiere deuten schon durch ihre Konzeption das Gegenteil an. Zudem wollen Firmen auch möglichst viel über die Aktionäre des eigenen Hauses wissen.

Die Daten der Namenspapiere helfen ihnen dabei, wohingegen die Eigentümer der Inhaberaktien für sie eigentlich nur eine anonyme Masse sind.

Oft bieten Namenspapiere deshalb spezifische Vorteile, die als eine Art Lockangebot fungieren. Man kann über sie z.B. größere Dividenden erhalten.

Ein Gesetz ist dies jedoch nicht: Unternehmen, die beispielsweise schnell eine große Kapitalspritze brauchen, greifen im Gegenzug auch gerne dazu, zahlreiche Inhaberpapiere zu verkaufen, die ihrerseits mit besonderen Extras garniert sind.

Unter dem Strich gilt deshalb: Beschäftigt man sich mit der Frage, ob Namens- oder Inhaberpapiere vorteilhafter sind, kann es keine allgemeingültige Antwort geben.

Vielmehr hängt dies davon ab, wie die aktuelle Situation des Unternehmens ist und welche konkreten Rechte und Vorzüge mit den Papieren verbunden sind.


Quellen