Eigentlich verrät bereits der Name, was Belegschaftsaktien sind.

Es handelt sich um Wertpapiere, die für die Angestellten des jeweiligen Betriebs gedacht sind.

Das Problem dabei: Im Laufe der Zeit ist der Ausdruck auch für andere Formen von Vermögensbildungen gängig geworden.

Was sind Belegschaftsaktien genau?

Belegschaftsaktien

Der Begriff bestimmt jede Form von durch den Betrieb geförderter Vermögensbildung für die Arbeitnehmer. Konkret kann sich diese neben der Übertragung von Aktien (des Hauses sowie anderen Unternehmen) so äußern:

  • Sparpläne in Arbeitnehmerhand: Die Vertreter der Angestellten bestimmen, wie das Geld des Betriebs zur Vermögensbildung der Arbeitnehmer investiert wird
  • Geldwerte Vorteile für die Arbeitnehmer (z.B. speziell geregelte Sonderzahlungen)
  • Festgelegte Gewinnbeteiligungen
  • Betriebliche Altersvorsorge

Welcher Reiz geht von Belegschaftsaktien für das jeweilige Unternehmen aus?

Die folgenden Erläuterungen gelten primär für die Variante, dass die Arbeitnehmer über Aktien tatsächlich an der Firma beteiligt sind:

Sie werden dadurch besonders motiviert, für den Erfolg des Unternehmens zu arbeiten. Schließlich bedeutet ein steigender Aktienkurs zugleich auch, dass sich ihr Vermögen vergrößert.

Über Jahrzehnte waren die Belegschaftsaktien deshalb auch ausgesprochen beliebt. Dies hat sich allerdings inzwischen geändert. Das Problem mit dieser Art der Unterstützung der Arbeitnehmer ist, dass sie so dem Geschehen an der Börse ausgeliefert werden.

Wetten Spekulanten gegen eine Firma, rauscht der Aktienkurs sehr schnell in den Keller. Das Vermögen der Arbeitnehmer verliert innerhalb weniger Tage dramatisch an Wert.

Der Zeitraum ist so kurz, dass sie gar nicht die Möglichkeit besitzen, durch harte Arbeit, Überstunden oder besondere neue Geschäftsstrategien sofort gegenzusteuern.