Wie kann man im Zeitalter atomisierter Zinsen noch eine vernünftige Rendite erwirtschaften?

Dies ist ganz einfach, sagen einige Personen:

  • Man müsse nur Grundeigentum anschaffen und dieses vermieten.

Die zugehörige Mietrendite sei sehr lukrativ und ermögliche es, wirklich das Maximum aus dem eigenen Investment zu holen. Doch ein Stück weit ist bei diesen Äußerungen der Wunsch der Vater des Gedankens.

Was ist eine Mietrendite? - Eine Definition

Mietrendite

Unter einer Mietrendite versteht man die Gewinnspanne im Verhältnis zu den Anschaffungskosten.

Dabei ist eine sehr wichtige Unterscheidung zu berücksichtigen, der viele Anleger zum Opfer fallen: Nämlich die Differenz zwischen der Brutto- und der Nettorendite.

Die Bruttorendite setzt die Gewinnspanne ins Verhältnis zum Kaufpreis und blendet Kaufnebenkosten und Aufwendungen für die Bewirtschaftung aus.

Sie ist daher kein realistischer Maßstab. Die Nettorendite berücksichtigt eben diese Punkte und gibt deshalb sehr viel seriöser darüber Auskunft, ob eine Immobilie wirklich Gewinn macht.

Welche Kosten sind für die Mietrendite im Detail zu berücksichtigen?

Folgende Aufwendungen müssen als Kaufnebenkosten berücksichtigt werden:

  • Grunderwerbsteuer in Höhe von fünf Prozent
  • Kosten für den Notar sowie für das Grundbuchamt in Höhe von 1,5 Prozent
  • Möglicherweise eine Maklercourtage

Folgende Posten fallen als Berwirtschaftskosten ins Gewicht:

PostenKosten gemäß der Wertermittlungsrichtlinien in Euro
Hausverwaltung26,34 für eine Eigentumswohnung pro Monat
Hausverwaltung2,87 für einen Stellplatzpro Monat
Instandhaltung0,68 pro Quadratmeter, so die Immobilie höchstens 22 Jahre alt ist
Instandhaltung0,86 pro Quadratmeter, wenn das Objekt zwischen 22 und 32 Jahre alt ist
Instandhaltung1,10 pro Quadratmeter für jedes Objekt, das älter als 32 Jahre ist
Zusätzliche Kosten0,09 pro Quadratmeter, wenn ein Lift Teil der Immobilie ist
Instandhaltung des Stellplatzes6,51 pro Monat
MietausfallZwei Prozent der Mieteinnahmen, da eine Wohnung durchschnittlich alle 50 Monate für einen Monat leer steht

Für die Berechnung der Mietrendite ist es ratsam, aufgrund der Vielzahl der zu berücksichtigenden Kosten einen Rechner zu verwenden. Wer von Hand arbeiten will, muss Kosten und Einnahmen für ein Jahr zueinander ins Verhältnis setzen.


Quellen