Anleihen kaufen

Man solle Anleihen kaufen, z.B. vom Staat, um sein Geld sicher anzulegen. Unternehmensanleihen könnten einem eine satte Rendite erbringen.

Solche Sätze liest man immer wieder. Was einem dabei nicht verraten wird, ist die Antwort auf die Frage, wie dies konkret funktioniert?

Was muss man tun, wenn man Anleihen kaufen möchte?

Wo kann man Anleihen kaufen?

Es gibt zwei Möglichkeiten, um seriös Anleihen zu erwerben: Die Bank oder einen Broker. In der Mehrzahl der Fälle wird die eigene Hausbank zugleich als Broker auftreten und man kann hier direkt seinen Wunsch äußern.

Um Anleihen kaufen zu können, ist als erster Schritt die Eröffnung eines Depots nötig. Es handelt sich um ein Wertpapierkonto. Ist man bei seiner Hausbank, kann man die Anleihen über sein reguläres Konto bezahlen.

Wechselt man zu einem fremden Broker ist zumeist die Eröffnung eines weiteren Giro- oder Tagesgeldkontos notwendig, mit dem die Anleihen finanziert werden und das als Sicherheit dient.

Wie kann man spezielle Anleihen kaufen?

Entscheidend beim eigentlichen Kaufprozess ist sogenannte Wertpapierkennnummer. Jede Anleihe verfügt über eine eigene, die als unverwechselbares Identifikationsmerkmal dient.

Man sagt seinem Broker die Nummer und nennt ihm zugleich die Stückzahl der Papiere, die man erwerben möchte.

Jener wird nun einen Orderbeleg erstellen. Es handelt sich um eine Auftragsbestätigung, die man kontrollieren sollte, weil Fehler menschlich sind. Einzutragen sind:

  • Wertpapierkennnummer
  • Beschreibung des Papiers (z.B. Bundesanleihen X)
  • Nennwert der Anleihe
  • Zu kaufende Stückzahl

Ist der Orderbeleg in Ordnung, wird die Anleihe gekauft. Dies passiert auch, wenn man gar nicht auf diesen reagiert.

Es ist deshalb unbedingt ratsam zu fragen, wie schnell nach Fertigstellung des Belegs gekauft wird bzw. wie viel Zeit man hat, um zu reagieren, falls ein Fehler passiert sein sollte.